Arbeitseinsatz auf dem Sportplatz (13.08.2013)

In meinem Brief an die Stadt und das Amt Rhinow hatte ich gefragt, was ich tun kann, um einen Sportplatz zu bekommen, der auch diesen Namen verdient.

 

 

"Die Eltern um Hilfe bitten",

 

das weiß ich jetzt und bin total überrascht vom Engagement einiger Eltern.

 

 

Danke für die Unterstützung!

 

Danke an z. Bsp. Fam. Müller, Fam. Piske, Fam. Blum, Fam. 
Freimuth, Fam. Hoppe/Boner, K. Lamprecht, der Feuerwehr Rhinow 
und all denen, die auf den Bildern zu sehen sind.

 

Sie Gruppe der Perfektionisten traf sich am 13. August 2013 und am 16. August 2013 um den Sportplatz zu verbessern.
Im Schlepptau hatten sie die Technik zum Glätten und Walzen. Die Feuerwehr sorgte für das notwendige Wasser. Gegen 21.30 Uhr standen alle noch ein bisschen total eingestaubt beieinander. Sehr zufrieden mit dem Erreichten.

 

Am kommenden Freitag (23.08.2013) wird noch die linke Kurve gehackt und geharkt. Danach wird gegrillt.

 

Alle Helfer sind herzlich eingeladen.


Einige Väter wollen es dann noch einmal wissen und auf der super sauberen Aschenbahn gegeneinander antreten. 

 

D A N K E !!! 

 

S. Eichmann
 

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Artikel veröffentlicht: Mittwoch, 11.09.2013; Märkische Allgemeine - Westhavelländer

 

Bürgerinitiative aus Eltern und Lehrern rettet den Rhinower Schulsportplatz

 

 

Ärmel hochkrempeln und helfen

 

Seit etwa eineinhalb Jahren bemüht sich Sigrid Eichmann darum, dass der Schulsportplatz in Rhinow nicht total verkommt. Seit der Schließung der Gesamtschule wuchert dort das Unkraut. Jetzt haben sich Eltern zusammengefunden und haben sich dem tatkräftig Problem angenommen.

 

 

Die fleißigen Helfer haben sich zur Initiative "Freunde zum Erhalt des Sportplatzes der Grundschule" zusammengeschlossen.

Quelle: C. Schmidt

 

Rhinow. Der Platz ist für die Mädchen und Jungen der Grundschule kaum nutzbar. Die Hecke, die einst den Sportplatz begrenzte, wucherte mittlerweile bis auf die Aschenbahn, die nur noch zur Hälfte genutzt werden konnte. Im Juni hatte sich bei Sportlehrerin Sigrid Eichmann so viel Frust angestaut, dass sie sich gemeinsam mit einigen Eltern und einer Wunschliste in der Tasche auf zur Rhinower Stadtverordnetenversammlung machte. Das Ergebnis: "Die Stadt war bereit die Aschenbahn zu mähen, mehr war nicht drin", erinnert sich Sigrid Eichmann. Ende Juli gab es schließlich einen Vororttermin zudem sich auch Amtsdirektor Jens Aasmann ein Bild von der einst intakten Anlage mit Weitsprunggrube, Kugelstoßring und Volleyballfeld machte. Die anschließende klare Botschaft der Verwaltung lautete: "Es gibt kein Geld."

Ein Schlag ins Gesicht für die Sportlehrerin. Dass das Fußball-Stadion am Rande der Kleinstadt gut in Schuss ist, während die Schüler auf dem Schulsportplatz kaum noch aktiv sein können, löst bei ihr Unverständnis aus. Im Stadion kümmert sich eine Vollzeitkraft um die Platzpflege, für den Schulsportplatz ist der Hausmeister zuständig. Der ist allerdings nur vier Stunden am Tag vor Ort und muss sich in erster Linie um das Schulgebäude und den Hof kümmern. Für die Pflege der Sportanlage fehlt die Zeit. Die Vollzeitkraft im Stadion ist über den Verein angestellt, wie Eckard Wilke, Vorsitzender des Sportvereins 1885 Rhinow/Großderschau erklärt. "Es ist eine geförderte Stelle, die zu einem großen Teil auch vom Verein mitfinanziert wird." Diese auf beide Sportstätten aufzuteilen sei nicht möglich. Dann müssten auch die Kosten geteilt werden. "Ich sage nicht, dass wir nicht helfen wollen", fügt Wilke hinzu. Wie genau diese Hilfe aussehen könnte, darüber müsste man sich unterhalten.

"Unser Rasen gleicht einer Stilllegungsfläche im Naturschutzgebiet", schildert Sigrid Eichmann die Situation. Resignieren will sie dennoch nicht und tat das einzig mögliche: Sie scharrte Eltern um sich, die an einem sauberen Sportplatz für ihre Kinder ebenso interessiert sind wie die Pädagogin, und rief zum Arbeitseinsatz auf. Rund 20 Bürger beteiligten sich und packten mit an, Eltern, Lehrer und Schüler. Mit Hacken und Harken griffen sie das Unkraut an und befreiten zunächst die Aschenbahn. Nach einem ersten Arbeitseinsatz waren sich alle einig: "Das reicht uns nicht." Also beschloss man kurzerhand, sich wieder zu treffen. Noch einmal wurden die Ärmel hochgekrempelt. Inzwischen kann der Platz wieder genutzt werden. Nicht zuletzt auch dank des Einsatzes der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die halfen den Platz zu walzen und zu glätten. Am Ende war nicht nur die Aschenbahn vom Unkraut befreit, auch längst verblasste Markierungen wurden erneuert. "Ich war total happy", sagt Sigrid Eichmann.

Der Anfang ist gemacht, dabei soll es aber nicht bleiben. Deshalb haben sich Eltern und Lehrer zur Gruppe "Freunde zum Erhalt des Sportplatzes der Grundschule" zusammengeschlossen, um auch künftig den Rhinower Schülern Sportunterricht im Freien bieten zu können. Zu tun gibt es noch eine Menge. Der Innenbereich des Sportplatzes soll noch gesäubert werden. Die Markierungen auf dem Basketballfeld müssen dringend erneuert werden. Zudem fehlt ein Zaun, der den Sportplatz vom ehemaligen Schulhof trennt. Der ist nötig, da viele den Sportplatz als Abkürzung nutzen und mittlerweile ein Trampelpfad quer über den Platz entstanden ist. Im Frühjahr ist ein weiterer Arbeitseinsatz geplant. Ziel ist es den Sportplatz wieder im Ganztagsbetrieb zu nutzen, so Sigrid Eichmann. Über das große Engagement der Eltern freut sie sich besonders. Seit fast 40 Jahren unterrichtet sie an der Rhinower Schule, viele der Helfer waren ihre Schüler.

Nachdem die Stadt anfangs die Unterstützung aus finanziellen Gründen versagte, konnte sie das Vorhaben nun zumindest mit kleinen Hilfsmitteln wie Farben für Markierungen und Besen unterstützen. Wer sich für den Erhalt des Sportplatzes engagieren möchte, kann die Initiative auch mit einer Spende auf das Konto des Vereins "Freunde und Förderer der Lilienthals Grundschule Rhinow e.V." fördern: MBS Potsdam, Kontonummer: 3854001044, BLZ: 16050000.

 

von Christin Schmidt

 

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